Kletterwald Wiesbaden
Geschrieben von Klaus am 11. Juni 2007 | Abgelegt unter Familie
Am Wochenende waren wir im Kletterwald am Neroberg, Angie mußte arbeiten und Max hatte ein Fußballturnier irgendwo in Mainz. Das Wetter war super und als wir um 11:30 endlich da waren wurde die Sache auch schon richtig voll. Einchecken und Einweisung dauern so ca. eine halbe Stunde, dann konnte es los gehen. Leider war ein Stau auf der blauen Piste, ein Mädchen kam nur ganz langsam voran und weil pro Element (Klettereinheit zwischen zwei Bäumen) immer nur einer klettern darf und auf der Plattform höchstens drei Personen stehen dürfen, gab es eben Stau. Als wir den Aufstieg hinter uns hatten und schon 10 Minuten warten mußten, haben wir die blaue Tour (Anfänger) gestrichen und sind gleich auf die Rote gegangen. Alex und Paul waren ja schon mal geklettert und so war ich nur das Greenhorn und mich schickt man immer gleich auf die Rote. - Tolle Sache - ist zwar anstrengend aber einfach genial, von solchen Klettergelegenheiten hab ich als Kind immer geträumt. Da ist was für Tarzan, Seilbahnen, Hängebrücken und auch ganz schwierige Passagen, alles so ca. in 4 Meter Höhe. Am Ende gehts per Seilbahn zur Erde zurück.
So, erste Tour geschaft und an der blauen Tour ist der Stau noch größer geworden. Wir ganz mutig fragen, ob wir die schwarze Tour gehen dürfen, Paul und Alex sind eigentlich noch zu jung. “Wenn Ihr es euch das zutraut, macht es, aber es ist deutlich schwerer als die rote Tour”. Am schwierigsten ist das zweite Element, die Hufeisen. Der Eyperte schlägt vor, den Fittesten vor zu schicken und zeigt auf Alex. O.k. ich gehöre offensichtlich schon zum alten Eisen und Alex geht vor. Aufstieg gelingt mit kleinen Ausrutschern, das erste Element ist einfach und dann kommen die Hufeisen. Alex verheddert sich mehrmals, trudelt und balanciert und schaft es am Ende. Also Paul als nächster. Er schaft den Aufstieg zwar fast, aber dann zieht er zurück, ist o.k. er ist eigentlich zu jung dafür. Jetzt komme ich, Aufstieg geht, weil hier braucht man hauptsächlich Arme. Dann das erste Element - locker - und die ertsen drei Hufeisen gehen auch relativ einfach, doch jetzt mit der ganzen Belastung auf einem Bein, fängt dieses an zu zittern. Ich überlege kurz und beschließe umzukehren, jetzt komme ich hier noch ohne Blamage raus und so geschieht es. Alex ist in der Zwischenzeit schon weiter und bei einem Element hängt er, kommt aber durch ein Tipp des “Rangers” doch ans Ziel und letzlich durch - Respekt. Paul and me haben dann doch noch die Abkürzung der blauen Tour gemacht, insgesamt ein toller Tag im Kletterwald am Neroberg in Wiesbaden.
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